Dienstag, 5. Januar 2010

Tag 13+14 - Bali Tours

Bali ist eine recht hübsche kleine Insel und ich bereue es ja schon fast, dass wir nur 2 1/2 Tage hier habben. Doch die wussten wir auszunutzen: Wir heuerten einen Tourguide an und boten ihm etwas Extrakleingeld, wenn er uns zu den von uns gewünschten Sights auf Bali bringt und die völlig uninteressanten Stein-, Stoff- und Holz-Shops auslässt, auf die man bei den Touren in Asien immer zwischendurch abgesetzt wird. Der Grund ist klar: Die Fahrer und Tourguides erhalten wohl einen gewissen Anteil, wenn sie die Touristen für 30-60 Minuten zu den Shops bringen. Einzig einen 15minütigen Stop in einer Batik-Weberei ließ er sich nicht ausreden.

Es ist zwar faszinierend, wie Batikkleidung entsteht und wie die Farben zustande kommen, doch die Kleidung selbst empfinden wir leider als geschmacklosen Kitsch ;) Das würde ich nicht mal zum Putzen tragen und dagegen war mein 1.5$ teures "Hard Rock Cafe - Bali" Shirt ein wahres Designerstück. Dafür entschuldige ich mich übrigens, mir ging die saubere Wäsche aus und so wanderten wir in den nächsten Store um mir dieses Schmuckstück zu kaufen.

Doch nun zum gestrigen Tag:

Nach dem Besuch in der bescheidenen Batikweberei, besuchten wir ein Theater in der Nähe von Denpasar und schauten uns die berühmte "Barong Keket"-Vorführung an:


Wie man am Blickwinkel erkennen kann, bekamen wir (leider, muss ich sagen) Sonderplatze neben der Bühne. Das "Open Air" Theater war bis auf den letzten Platz gefüllt mit indonesischen Schulklassen (Alter: 13-15), für die wir bis zur Hauptvorstellung - und das dauerte rund 30 Minuten - die Hauptattraktion waren. Wir wurden fotografiert und von weit über hundert Schulkindern beobachtet und studiert. Es ist merkwürdig, aber wir wissen nun wie sich Promis fühlen. Wir wir herausfanden, handelt es sich dabei um Schulklassen aus Java - vermutlich an einem von Touristen kaum besiedelten Örtchen. Vor der Vorstellung kam auch eine mutige Schülerin auf uns zu und wollte mehrere Fotos zusammen mit uns machen.

Die Vorstellung war aus Sicht der Musik und der Kostüme beeindruckend. Die Story und die Aussage blieb uns ein Rätsel:


Natürlich war das Stück selbst komplett auf indonesisch ;) Wir bekamen allerdings ein DINA4-Papier in die Hand gedrückt, auf dem jeder Akt in kurzen Sätzen beschrieben wurde. Das half allerdings auch nicht weiter, denn die Beschreibung las sich in etwa wie: "Akt 1: The lion comes on stage, followed by his friend the monkey. They tease each other and then the servants of Kamadrangh come and search for the servants of Sawatra."

Also im Prinzip wurde das beschrieben, was man SIEHT. Ja, danke, SEHEN können wir auch! Wir möchten wissen, um was es sich handelt, die Geschichte, die Dialoge und vor Allem: Was möchte mir dieses Stück sagen? Leider blieben wir für die komplette Stunde clueless und konnten die Show nur visuell geniessen.

Im Anschluss gings weiter in einen wunderschönen Tempel in Batabulan, in dem wir uns entsprechend einhüllen mussten:


Später gings weiter zu den Hot Springs und dem Tirta Empul Tempel in Tampaksiring, der vor über 1000 Jahren errichtet wurde. Die Balinesen besuchen den Tempel regelmäßig, um sich zu reinigen (physisch und spirituell).




Und weiter ging's im Programm mit einer Fahrt auf den Berg Kintamani und dinierten mit Blick auf den Vulkan und den Batur See.



Gegen Nachmittags gings wieder bergab und wir genossen den Blick auf die wunderschönen Reisterrassen in der Nähe des Berges:


Leider herrschte auch hier reger Touristenverkehr und wir wurden STARK belästigt von min. 10 "1 Dollar - you buy - 1 Dollar, 1 Dollar" Verkäufern. Beim Einsteigen ins Auto stemmten sie sich sogar zwischen die Tür, um Ihren Kram zu verkaufen....

Auf dem Weg in die malerische Künstlerstadt Upud in Zentral-Bali besuchten wir eine Kaffee-, Ginseng-, Zimt- und Kakao-Plantage. Fernab von jeglicher Industrialisierung wurde hier alles von Hand angepflanzt, gepflückt und für die Besucher zubereitet:





Hier hatte ich auch vermutlich einen der besten Kaffees mit Ginseng überhaupt. Man schmeckt die Frische heraus. Auch der Kakao war allererste Sahne, sodass ich mir gleich jeweils zwei Tüten mitnehmen MUSSTE. Leider ist meine Messlatte für Kakao und Kaffee wieder etwas angestiegen ;)

Doch das Programm war noch nicht zuende: Jetzt stand der lustigste Teil der Tour auf dem Programm - ein Besuch im Monkey Forrest! Der Name sagt alles: Ein jungleartiges Waldstück voller kleiner (und großer) Macaque Affen, die natürlich keine Angst vor Touristen haben. Ganz im Gegenteil: Ist man mit etwas essbaren oder funkelnden Gegenständen (z.B. Sonnenbrillen, Geldbeutel, Kameras) bestückt, springen einem die Affen sofort an und betreiben heiteren Diebstahl:









Hier auch noch ein kleines - sorry für die Shakycam - mit dem iphone gedrehtes Video:



So, die Sonne geht ein letztes Mal in Bali für uns unter. Morgen geniessen wir noch einen letzten ruhigen Tag - Steffi geht vermutlich etwas an den Strand oder shoppen und ich lass mir im Mercure Hotel noch eine 2h Massage geben, worauf ich mich (nach dem bevorstehenden langen Flug) sehr freue!

Viele Grüße aus Bali!!!!

Sonntag, 3. Januar 2010

Tag 12 - Ankunft in Bali

Nach ein paar ruhigeren Tagen auf der Insel Trawangan gings heute mittag auf eine 2stündige Tour mit dem Speedboat nach Bali....






Und schon ist man in einer anderen Welt....McDonalds, Starbucks, KFC, Nike, Mercure...hier sind die Reichen und Schönen :) Dafür übernachten wir im bislang günstigsten Hotel, das nur rund 200.000 Rupiah (etwa 15€) die Nacht kostet!

Der Strand in Kuta ist zwar auf den ersten Blick nicht so schön, wie der auf den Gili Inseln, doch die abwechslungsreiche Stadt macht das wieder wett. Für morgen haben wir bereits eine 8h Tour zum Vulkan, den Hot Springs und dem gewaltigen See geplant. Werden morgen berichten! Für heute habe ich erst einmal genug....die Hitze ist kaum auszuhalten. Feuchte 35 Grad + Sonnenbrand = Hält man fast nicht aus!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Silvester auf Gili Trawangan

Happy New Year 2010! Wir feierten das neue Jahr 7 Stunden vor unseren Freunden und der Family in Deutschland an der Promenade der Insel Gili Trawangan. Herrliche Atmosphäre: Laute Musik, zahlreiche Essensstände, gefüllte Restaurants, eine gewaltige Menschenmenge, gute Laune und natürlich die (auch nachts herrschende) Hitze. Nach einem Walk über die Strandpromenade setzten wir uns in eine indisch angehauchte Lounge, die DIREKT am Meer lag und läuteten gemeinsam mit spendierfreudigen und bald sehr betrunkenen Lombokianern das Jahr 2010 ein. Hier einige Impressionen:

Der letzte Sonnenuntergang in 2009 - Wunderschöner Blick auf Lombok Island

Steffi hat sich schon einen geangelt...

Überwältigende Stimmung an der Promenda auf Gili Trawangan



Und schon sehr spendierfreudige Freunde gefunden ;)






Und schwupps ist 2010!




Die Nacht nach der Party fand ich persönlich weniger toll: Die Klimaanlage ist ausgefallen und im Zimmer staute sich eine kaum auszuhaltende stickige Hitze an. Da ich so nicht schlafen konnte, legte ich mich um ca. 3 Uhr morgens auf den Balkon an die "frisch" Luft, was auch nur rund 2-3 Grad kühler war. Doch um 5:30 wurden die Dieselgeneratoren und die krähenden Hühner auch zu laut, sodass ich mich wieder zu Steffi in die Hitzehütte legte ;) Heute morgen wechselten wir gleich mal in einen Bungalow MIT Air Conditioning. YAY!

Den ersten Tag im Januar 2010 relaxten wir mehrere Stunden am Strand und genossen Iced Coffee, Mango Juice und leckeren Kokossaft am Strand. Ja, so langsam kommt auch schon der erste Sonnenbrand auf ;)



Das war das aufregendste im neuen Jahr: Steffi and Sandy beim Beach Fotoshoot ;)




Der weitere Plan: Morgen nochmal einen Tag auf der Insel hier chillen und dann mit dem Boot nach Bali zischen. Schließlich "MUSS" man Bali ja mal gesehen haben, wenn so viele Bekannte und Freunde uns begeistert vor schwärmten, wie toll es da sein soll. Wir sind gespannt, was uns in den letzten 3-4 Tagen hier alles erwartet!

Grüßle,
Sandro+Steffi

Tag 9 - Gili Trawangan Insel

Früh wurde gefrühstückt, schnell das Auto zurückgegeben und schwupps ins Taxi gesprungen.



Das Ziel: Die Fähre, mit der wir zu einer der drei Mini-Inseln (Gili Islands) schipperten:


Die größte der drei Gili Inseln ist nun unsere Heimat für mindestens zwei Tage.




Steffi chillte gemütlich am Strand...






Während Sandro seinen iPod packte und einmal komplett die Insel umrundete (in nur ca. 1 1/2 Stunden).

Unser Ersteindruck: Hier gefällt es uns schon DEUTLICH besser! Auf dieser Mini-Insel gibt es keine Straßen. Das einzige Verkehrsmittel sind Kutschen und die Strände sind bildhübsch. Strom gibts auch nur dank Dieselgeneratoren und somit auch nur relativ spärlich über den Tag verteilt. Direkt an der Hauptpromenade gibt es zahlreiche kleine Restaurants und Kruschtläden. Mit rund 15kg auf dem Rücken und um die Schultern suchten wir fast vergeblich nach einem noch freien Bungalow. Alle direkt an der Promenade sind komplett ausgebucht. Völlig verschwitzt (dank der fast unerträglichen Hitze hier) ergatterten wir noch einen kleinen Bungalow....

Unsere Pläne für heute, Silvester: Gleich in ein leckeres Restaurant und dann mit der Menschenmasse hier Party am Strand bei rund 30 Grad Temperatur machen. Das wird einsame spitze!!!!