Donnerstag, 31. Dezember 2009

Silvester auf Gili Trawangan

Happy New Year 2010! Wir feierten das neue Jahr 7 Stunden vor unseren Freunden und der Family in Deutschland an der Promenade der Insel Gili Trawangan. Herrliche Atmosphäre: Laute Musik, zahlreiche Essensstände, gefüllte Restaurants, eine gewaltige Menschenmenge, gute Laune und natürlich die (auch nachts herrschende) Hitze. Nach einem Walk über die Strandpromenade setzten wir uns in eine indisch angehauchte Lounge, die DIREKT am Meer lag und läuteten gemeinsam mit spendierfreudigen und bald sehr betrunkenen Lombokianern das Jahr 2010 ein. Hier einige Impressionen:

Der letzte Sonnenuntergang in 2009 - Wunderschöner Blick auf Lombok Island

Steffi hat sich schon einen geangelt...

Überwältigende Stimmung an der Promenda auf Gili Trawangan



Und schon sehr spendierfreudige Freunde gefunden ;)






Und schwupps ist 2010!




Die Nacht nach der Party fand ich persönlich weniger toll: Die Klimaanlage ist ausgefallen und im Zimmer staute sich eine kaum auszuhaltende stickige Hitze an. Da ich so nicht schlafen konnte, legte ich mich um ca. 3 Uhr morgens auf den Balkon an die "frisch" Luft, was auch nur rund 2-3 Grad kühler war. Doch um 5:30 wurden die Dieselgeneratoren und die krähenden Hühner auch zu laut, sodass ich mich wieder zu Steffi in die Hitzehütte legte ;) Heute morgen wechselten wir gleich mal in einen Bungalow MIT Air Conditioning. YAY!

Den ersten Tag im Januar 2010 relaxten wir mehrere Stunden am Strand und genossen Iced Coffee, Mango Juice und leckeren Kokossaft am Strand. Ja, so langsam kommt auch schon der erste Sonnenbrand auf ;)



Das war das aufregendste im neuen Jahr: Steffi and Sandy beim Beach Fotoshoot ;)




Der weitere Plan: Morgen nochmal einen Tag auf der Insel hier chillen und dann mit dem Boot nach Bali zischen. Schließlich "MUSS" man Bali ja mal gesehen haben, wenn so viele Bekannte und Freunde uns begeistert vor schwärmten, wie toll es da sein soll. Wir sind gespannt, was uns in den letzten 3-4 Tagen hier alles erwartet!

Grüßle,
Sandro+Steffi

Tag 9 - Gili Trawangan Insel

Früh wurde gefrühstückt, schnell das Auto zurückgegeben und schwupps ins Taxi gesprungen.



Das Ziel: Die Fähre, mit der wir zu einer der drei Mini-Inseln (Gili Islands) schipperten:


Die größte der drei Gili Inseln ist nun unsere Heimat für mindestens zwei Tage.




Steffi chillte gemütlich am Strand...






Während Sandro seinen iPod packte und einmal komplett die Insel umrundete (in nur ca. 1 1/2 Stunden).

Unser Ersteindruck: Hier gefällt es uns schon DEUTLICH besser! Auf dieser Mini-Insel gibt es keine Straßen. Das einzige Verkehrsmittel sind Kutschen und die Strände sind bildhübsch. Strom gibts auch nur dank Dieselgeneratoren und somit auch nur relativ spärlich über den Tag verteilt. Direkt an der Hauptpromenade gibt es zahlreiche kleine Restaurants und Kruschtläden. Mit rund 15kg auf dem Rücken und um die Schultern suchten wir fast vergeblich nach einem noch freien Bungalow. Alle direkt an der Promenade sind komplett ausgebucht. Völlig verschwitzt (dank der fast unerträglichen Hitze hier) ergatterten wir noch einen kleinen Bungalow....

Unsere Pläne für heute, Silvester: Gleich in ein leckeres Restaurant und dann mit der Menschenmasse hier Party am Strand bei rund 30 Grad Temperatur machen. Das wird einsame spitze!!!!

Tag 8 - On the Road again

Nach dem Tag am Strand dachten wir uns: "Hey, wir könnten ja mal die Insel Lombok erkunden und aus dem Touristenviertel Senggigi verschwinden!". Also organisierten wir uns ein wundervolles Auto (ein Daihatsu Xenia mit gefühlten 23 PS), checkten aus unserem Hotel aus und fuhren einfach frei nach Schnauze los. Nur mit einer Karte bewaffnet wollten wir zunächst an einen Strand namens Awang, der im Süden liegt. Der Weg dorthin führte zunächst wieder über malerische Reisfelder:













Nach circa 2 Stunden stießen wir langsam in den ruhigeren Süden der Insel Lombok. Was uns niemand verrät: Nach Awang führen keine wirklichen Straßen. So fuhren wir mit unserem tollen Xeniaüber Straßen, die sich von km zu km verschlechterten. Uns kam auch irgendwann niemand mehr entgegen und die Schlaglöcher wurden größer und tiefer als Fußbälle. Wir waren gezwungen, mit maximal 5 km/h durch diese kaum noch vorhandene Straße zu fahren, doch statt umzudrehen blieben wir hart auf Kurs. In dieser Einöde fuhren höchstens einmal ein paar Roller und wir hatten tatsächlich Angst, dass uns bald das Auto auseinanderfliegt oder zumindest der Reifen platzt. Oder eine Achse bricht ;) Irgendwann hielten wir an:



Man erklärte uns, dass es in Richtung Awang nochmal rund 1 Stunde ging....über diese Schotterwege. Und that was it! Wir drehten um und fuhren mit 5 km/h wieder zurück, bis wir wieder asphaltierte Straßen unter uns hatten.



Wir erreichten sogar wieder Zivilisation und hielten an einer Moschee:





Der Clou: Da wir weder im Süden noch im Osten der Insel schöne Strände fanden, entschieden wir spontan den gesamten Weg wieder zurückzufahren. 4 Stunden über die komplette Insel und zurück nach Senggigi und in unser Hotel.

Und eins muss ich ja sagen: Ich schätz mich selbst als ziemlich guten Autofahrer ein, doch dieses Verkehrschaos ist wirklich übel. Es ist nicht einmal die Tatsache, dass man auf der anderen Straßenseite fährt oder der Lenker rechts ist (daran gewöhnt man sich schnell). Hier existieren KEINERLEI Verkehrsregeln. Es ist ein "Survival of the fittest" der schlimmsten Sorte. Busse überholen LKWs, obwohl Verkehr entgegen kommt (der muss halt auf den Straßenrand ausweichen, wo gerne mal Menschen oder kleine Stände auf Rädern unsichtbar im Dunkeln lauern). Viele Autos und Mofas fahren ohne Licht, sodass man sie nach Einbruch der Dunkelheit erst erkennt, wenn sie noch 20m vor einem auftauchen. Roller überholen rechts und links und mit Abständen von gefühlten 3cm. Tiere und Menschen überqueren vielbefahrene Straßen...es ist einfach nur wahnsinnig. Ich musste mich seit meiner ersten Autofahrt in der Fahrschule nur zwei Mal wirklich auf den Verkehr konzentrieren: Das war in Downtow Manhattan New York und hier. Beides verrückt und chaotisch und man hat wirklich Angst um sich und um andere Lebewesen.

Doch wir kamen letzten Endes unbeschadet im Hotel an...

Tag 7 - Chillen in Senggigi, Lambok

Der erste Tag auf Lombok war relativ ereignislos: Wir lagen am Strand, flohen vor einem gewaltigen Regen am Strand und erkundeten die Promenade.


Da ließ sich Steffi mal von 5 Händlern parallel bequatschen ;) Ich hielt mich raus und sagte "Oh yes, she is very interested - talk to her!"






Unser Hotel entpuppte sich als Touristenbunker: Es war zwar schick, aber auch verhältnismäßig teuer.




Abends darf man auch mal schick essen gehen; wir wechselten immer ab: Entweder schick in Restaurants oder verkackt in die Straßenrestaurants :)

Montag, 28. Dezember 2009

Tag 6 - In Lombok gelandet: Top Tips for Terrorists!

Oh endlich sind wir aus Yogyakarta raus....ausser unendlichen Batikmärkten, kitschigen Ständen und einem furchtbar öden (und ebenso kitschigen) Sultanspalast gibt es hier nichts. Aber dafür machten wir uns unseren eigenen Spaß, wie man hier unschwer erkennen kann:






Der Tag begann spät, da wir erst einmal ausschliefen und uns in Ruhe in Richtung "Chinese Market" machten, der uns vom Hotelstaff empfohlen wurde. Es ist schlicht überwältigend, was für eine Hitzewand einem beim Verlassen des (Gott sei dank meist mit AC gekühlten) Zimmers entgegenstößt. Es sind zwar meist "nur" zwischen 30 und 35 Grad hier, doch die unheimliche Feuchtigkeit und der Hitzestau zwischen den Gebäuden einer dicht besiedelten Stadt machen es zunächst schwer. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich dran und ist froh, nicht im kalten Deutschland zu sein.


Aber nachdem wir auch in Yogyakarta die Zeit gechillt beim Iced White Coffee tot schlugen, gings mit einem Trödeltaxi (ähh...Taksi, wie es hier heißt) zum "International Airport", der kaum größer ist als die Gemeindehalle Horheim. Das Ziel: Die Insel Lombok. Laut diversen Reiseführern und Webseiten, soll es das "vom Tourismus unberührte Bali" sein. Doch bevor wir in den Genuss dieser Insel kommen, müssen wir erst einmal einen Inlandsflug zurück nach Jakarta und einen Weiterflug nach Lombok überstehen. Unsere Route:


Und so kommen wir auch schon zu unserem Toptip for Terrorists. Um ein Flugzeug erfolgreich zu kapern, macht ihr einfach folgendes:

1. Fliegt nach Indonesien.
2. Bucht einen Inlandsflug mit mindestens EINEM Zwischenstopp.
3. Ihr könnt genügend Waffen oder Stichwerkzeuge oder sonstwas mitnehmen - beim Durchlassen des Security Checkpoints schaut niemand auf die Monitore. Ich habe mehrere gefährlich ausschauende Gegenstände in meinem Gepäck, etwa ein 1kg schwerer blockförmiger externer Ersatzakku fürs MacBook, nach dem an den meisten Flughäfen beim Security Check gern mal gefragt wird. Hat niemand gejuckt, man ist zu sehr beschäftigt mit den Kollegen Witze zu machen oder SMS zu schreiben.
4. Gebt euer Gepäck auf und fliegt zum ersten Zwischenstopp.
5. Ihr werdet nun im Transit gebeten, euer aufgegebenes Gepäck (ja, mit all den Waffen und Stichwerkzeugen) abzuholen und erneut einzuchecken.
6. Mitsamt Gepäck macht ihr euch auf den Weg zum Gate.


7. Jetzt kommt der Clou: Ihr werdet NIRGENDS dazu aufgefordert, euer aufgegebenes Gepäck wieder einzuchecken, sondern marschiert mit voller Baggage ins Flugzeug.
8. Ist das Flugzeug gekapert, kann man ja zur Wunschdestination weiterjetten.

Spaß beiseite, sowas hab ich noch nie erlebt. Da wird an manchen Flughäfen ein fast schon lächerliches Maß an Sicherheit betrieben und hier schert sich kein Mensch drum. Wir hätten wirklich ALLES mit an Bord nehmen können...kratzt nicht.

Um 23 Uhr auf der Insel Lombok gelandet. Das Travelduo lässt sich natürlich wieder zu einem "Good 'otel, verrry nice, aiiir-kondisening, cheap cheap, discount" überreden.... ;) Heute ist es uns egal.


Sonntag, 27. Dezember 2009

Tag 5 - Wahrloses Herumirren in Yogyakarta

Kurzum: Yogyakarta gefällt uns nicht ;) Wir hatten es zwar hier und da lustig, doch die Stadt hat relativ wenig zu bieten ausser unendliche Essensstände, Kleidermärkte und Einkaufszentren.


Der Sultanspalast von Yukyakarta

Überall die selben Stände: Ich frage mich, wer diesen Asia-Kitsch kauft?

Gleich zu Beginn unseres Riesentrips durch die Stadt wurden wir von einem Einheimischen nacheinander auf Französisch, Deutsch und Englisch angesprochen, der uns zunächst ganz nette Reisetipps und Infos zu den Inseln Bali und Lombok bot. Anschließend sagte er, zurzeit wäre noch eine nette Art Gallery in der Stadt, die er uns zeigen würde. Und da waren wir schon auf Alarmstufe Gelb, machten aber trotzdem mit. In einer kleinen Seitengasse wurden wir dann in ein Atelier geführt, in dem uns sofort Tee angeboten und die Kunst der Seidenmalerei näher gebracht wurde. Und schwupps waren wir gefangen.



Ich spielte natürlich mit und erklärte ihm, dass einer meiner besten Freunde auf solch hässlich kitschige Zeichnungen steht und rief ihn (in Wahrheit meine Festnetznummer) an. Als da aber überraschenderweise keiner ranging, sagte ich "No sorry, too risky, maybe he doesn't like it!" und zack waren wir wieder draussen.

Im nächsten Einkaufszentrum entdeckte ich dann einen seriös aussehenden Stand, in dem populäre Softwarestücke wie Windows XP (im Doppelpack mit Windows 98), Office 2000 und Age of Empires III für rund 1€ verkauft wurden. Nach etwas neugierigem Stöbern stieß ich sogar auf TuneUp Utilities 2008 und 2009:

Und so funktioniert's: Man sucht sich erst das eingeschweißte Papierstück aus.

Dann zahlt man seine (umgerechnet) 1,20€ und erhält dann seine BESTIMMTE Originalkopie ;)

Die kann man dann auch gleich am nächsten PC ausprobieren ;)


Heute buchten wir auch unser Flugticket nach Lombok, da wir keine Zeit mehr in Zügen oder Bussen verschwendeten (und die Verbindungen nach Bali äußerst ungünstig sind). Wir berichten morgen mehr!

Cheers,
Sandy+Steffi