Der Tag begann spät, da wir erst einmal ausschliefen und uns in Ruhe in Richtung "Chinese Market" machten, der uns vom Hotelstaff empfohlen wurde. Es ist schlicht überwältigend, was für eine Hitzewand einem beim Verlassen des (Gott sei dank meist mit AC gekühlten) Zimmers entgegenstößt. Es sind zwar meist "nur" zwischen 30 und 35 Grad hier, doch die unheimliche Feuchtigkeit und der Hitzestau zwischen den Gebäuden einer dicht besiedelten Stadt machen es zunächst schwer. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich dran und ist froh, nicht im kalten Deutschland zu sein.
Aber nachdem wir auch in Yogyakarta die Zeit gechillt beim Iced White Coffee tot schlugen, gings mit einem Trödeltaxi (ähh...Taksi, wie es hier heißt) zum "International Airport", der kaum größer ist als die Gemeindehalle Horheim. Das Ziel: Die Insel Lombok. Laut diversen Reiseführern und Webseiten, soll es das "vom Tourismus unberührte Bali" sein. Doch bevor wir in den Genuss dieser Insel kommen, müssen wir erst einmal einen Inlandsflug zurück nach Jakarta und einen Weiterflug nach Lombok überstehen. Unsere Route:
Und so kommen wir auch schon zu unserem Toptip for Terrorists. Um ein Flugzeug erfolgreich zu kapern, macht ihr einfach folgendes:
1. Fliegt nach Indonesien.
2. Bucht einen Inlandsflug mit mindestens EINEM Zwischenstopp.
3. Ihr könnt genügend Waffen oder Stichwerkzeuge oder sonstwas mitnehmen - beim Durchlassen des Security Checkpoints schaut niemand auf die Monitore. Ich habe mehrere gefährlich ausschauende Gegenstände in meinem Gepäck, etwa ein 1kg schwerer blockförmiger externer Ersatzakku fürs MacBook, nach dem an den meisten Flughäfen beim Security Check gern mal gefragt wird. Hat niemand gejuckt, man ist zu sehr beschäftigt mit den Kollegen Witze zu machen oder SMS zu schreiben.
4. Gebt euer Gepäck auf und fliegt zum ersten Zwischenstopp.
5. Ihr werdet nun im Transit gebeten, euer aufgegebenes Gepäck (ja, mit all den Waffen und Stichwerkzeugen) abzuholen und erneut einzuchecken.
6. Mitsamt Gepäck macht ihr euch auf den Weg zum Gate.
7. Jetzt kommt der Clou: Ihr werdet NIRGENDS dazu aufgefordert, euer aufgegebenes Gepäck wieder einzuchecken, sondern marschiert mit voller Baggage ins Flugzeug.
8. Ist das Flugzeug gekapert, kann man ja zur Wunschdestination weiterjetten.
Spaß beiseite, sowas hab ich noch nie erlebt. Da wird an manchen Flughäfen ein fast schon lächerliches Maß an Sicherheit betrieben und hier schert sich kein Mensch drum. Wir hätten wirklich ALLES mit an Bord nehmen können...kratzt nicht.
Um 23 Uhr auf der Insel Lombok gelandet. Das Travelduo lässt sich natürlich wieder zu einem "Good 'otel, verrry nice, aiiir-kondisening, cheap cheap, discount" überreden.... ;) Heute ist es uns egal.

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