Samstag, 26. Dezember 2009

Tag 3+4 - Dieng Plateau

Fast Mitternacht, wir sind hundemüde und ich (Sandro) sitze hier mit meinem kleinen Notebook im verranzten Internetcafe in Yogyakarta. Heute checkten wir früh aus, um dann den Bus von Wonosobo ins Dieng Hochland zu organisieren:



Das war unsere Route heute!

Auch wieder spitze: Der Bus brauchte für die 70km rund 3 Stunden. Der Grund: Es gibt keine Bushaltestellen hier - Gott bewahre - der Busfahrer signalisiert allen am Straßenrand stehenden Menschen mit Handzeichen oder lauten Schreien, wohin die Reise geht. Wenn die nicken oder zurückschreien, wird angehalten. So kann es passieren, dass wir in einem kleinen Dorf alle 40m anhielten...aber für einen Preis von 10.000 Rupiah (80 Cent) pro Person, darf man sich glaube ich nicht beschweren.

In rund 2000 Höhe (und wesentlich frischerer Luft) angekommen, offenbarte sich ein wunderschönes Bild des Plateaus, in dem hauptsächlich Kartoffeln angebaut wird:






Das Wetter sieht auf diesen Fotos zwar nicht sonderlich gut aus, doch der Nebel auf dem Plateau - auch "Misterious Mist" hier genannt - tauchte die Landschaft ein wunderschöngeheimnisvolles und tatsächlich mystisches Licht. Das kommt auf den Fotos leider nicht rüber. Da ersteinert man fast, wenn man uralt-asiatische Gebäude und Moscheen in dicken Nebelschwaden vor sich auftauchen sieht.

Im Dorf "Dieng" angekommen, organisierten wir uns auch gleich unseren Guide für rund 15€. Auf zwei Motorbikes fuhren wir die schönsten Spots des Plateaus ab. Auf dem Plan standen Vulkan-Krater, Schwefelgruben und wundervolle Seen:









Das war vielleicht ein übler Schwefelgeruch, doch ein wahres Naturschauspiel. Die Schwefelgeysire allein waren den Weg hier hoch wert.



Weiter gings in uralte Hindu-Tempel, die im 7. Jahrhundert errichtet und erst Ende des 19. Jahrhunderts von holländischen Archeologen wiederentdeckt wurden.




In den Hot Springs baden die Dörfler - allesamt ohne heiß Wasser zuhause - in der heißen Schwefelbrühe und haben dabei den größten Spass.


Scheinbar bringt's wohl Glück, wenn man Steine in den nahegelegenen (inaktiven) Vulkankrater schmeisst....das lass ich mir nicht zwei mal sagen!



Immer wieder geil, wie wir immer wieder gefragt wurden, ob und wann wir heiraten ;) Da wir nie Lust hatten, jedem zu erklären, dass wir nur Cousine und Cousin sind, sagten wir meist "Maybe next year, we'll see".





Doch schon um 14 Uhr waren wir mit der Tour zuende und es ging schnurstracks zurück runter ins bedeutend heissere Wonosobo, von wo aus wir den Bus nach Yugyakarta nahmen:


Vorhin planten wir noch den Rest der Reise: Mit großer Wahrscheinlichkeit verbringen wir noch einen Tag hier in Yugyakarta und nehmen den Nachtzug. Unser Ziel: Wir wollen in 2-3 Tagen spätestens in Bali sein und dort das Happy New Year einläuten!

So, mein Akku geht gleich zur Neige....darum: Stay tuned!

Grüßle,
S+S

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