Donnerstag, 31. Dezember 2009

Tag 8 - On the Road again

Nach dem Tag am Strand dachten wir uns: "Hey, wir könnten ja mal die Insel Lombok erkunden und aus dem Touristenviertel Senggigi verschwinden!". Also organisierten wir uns ein wundervolles Auto (ein Daihatsu Xenia mit gefühlten 23 PS), checkten aus unserem Hotel aus und fuhren einfach frei nach Schnauze los. Nur mit einer Karte bewaffnet wollten wir zunächst an einen Strand namens Awang, der im Süden liegt. Der Weg dorthin führte zunächst wieder über malerische Reisfelder:













Nach circa 2 Stunden stießen wir langsam in den ruhigeren Süden der Insel Lombok. Was uns niemand verrät: Nach Awang führen keine wirklichen Straßen. So fuhren wir mit unserem tollen Xeniaüber Straßen, die sich von km zu km verschlechterten. Uns kam auch irgendwann niemand mehr entgegen und die Schlaglöcher wurden größer und tiefer als Fußbälle. Wir waren gezwungen, mit maximal 5 km/h durch diese kaum noch vorhandene Straße zu fahren, doch statt umzudrehen blieben wir hart auf Kurs. In dieser Einöde fuhren höchstens einmal ein paar Roller und wir hatten tatsächlich Angst, dass uns bald das Auto auseinanderfliegt oder zumindest der Reifen platzt. Oder eine Achse bricht ;) Irgendwann hielten wir an:



Man erklärte uns, dass es in Richtung Awang nochmal rund 1 Stunde ging....über diese Schotterwege. Und that was it! Wir drehten um und fuhren mit 5 km/h wieder zurück, bis wir wieder asphaltierte Straßen unter uns hatten.



Wir erreichten sogar wieder Zivilisation und hielten an einer Moschee:





Der Clou: Da wir weder im Süden noch im Osten der Insel schöne Strände fanden, entschieden wir spontan den gesamten Weg wieder zurückzufahren. 4 Stunden über die komplette Insel und zurück nach Senggigi und in unser Hotel.

Und eins muss ich ja sagen: Ich schätz mich selbst als ziemlich guten Autofahrer ein, doch dieses Verkehrschaos ist wirklich übel. Es ist nicht einmal die Tatsache, dass man auf der anderen Straßenseite fährt oder der Lenker rechts ist (daran gewöhnt man sich schnell). Hier existieren KEINERLEI Verkehrsregeln. Es ist ein "Survival of the fittest" der schlimmsten Sorte. Busse überholen LKWs, obwohl Verkehr entgegen kommt (der muss halt auf den Straßenrand ausweichen, wo gerne mal Menschen oder kleine Stände auf Rädern unsichtbar im Dunkeln lauern). Viele Autos und Mofas fahren ohne Licht, sodass man sie nach Einbruch der Dunkelheit erst erkennt, wenn sie noch 20m vor einem auftauchen. Roller überholen rechts und links und mit Abständen von gefühlten 3cm. Tiere und Menschen überqueren vielbefahrene Straßen...es ist einfach nur wahnsinnig. Ich musste mich seit meiner ersten Autofahrt in der Fahrschule nur zwei Mal wirklich auf den Verkehr konzentrieren: Das war in Downtow Manhattan New York und hier. Beides verrückt und chaotisch und man hat wirklich Angst um sich und um andere Lebewesen.

Doch wir kamen letzten Endes unbeschadet im Hotel an...

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